Deutscher Gewerkschaftsbund

Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand über den Kampf für die Demokratie 1924-1933

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Die Ausstellung dokumentiert auf 31 Roll-Ups (19 Themenaufsteller und 12 Biografieaufsteller) mit ausdrucksstarken Fotos und Dokumenten den umfassenden Einsatz des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold für die demokratische Republik von Weimar. Die Konzeption der Ausstellung erfolgte durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Anders als der Wehrverband Stahlhelm, die SA/SS oder der Rote Frontkämpferbund, engagieren sich die Mitglieder des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold nicht gegen, sondern für die noch junge deutsche Weimarer Republik. Das Reichsbanner wurde eine Massenorganisation mit bis zu dreieinhalb Millionen Mitgliedern. Auch in Hameln war es aktiv.

Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 schließt sich das Reichsbanner gegen die nationalsozialistische
Gewalt mit Gewerkschaften, SPD und Arbeitersportorganisationen zur Eisernen Front zusammen. Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wird das Reichsbanner verboten, seine Aktivisten verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben. Heute fast vergessen, war das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in der Weimarer Republik stark präsent. Gegründet wurde die Vereinigung 1924, um die noch junge Demokratie zu festigen.
Die Parteien der „Weimarer Koalition“ – SPD, Linksliberale und katholisches Zentrum wie unabhängige Gewerkschaften – unterstützten sie. Zu den Mitgliedern zählte der spätere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher und der erste Bundespräsident Theodor Heuß.
Gleichermaßen von Kommunisten wie Nationalsozialisten gehasst, wurde die Vereinigung 1933 verboten. Gezeigt wird die wechselvolle Geschichte des Reichbanners, welches sich heute, ebenso wie damals, überparteilich für die Stärkung der
Demokratie einsetzt.
Unsere Veranstaltungen sind öffentlich.
Der Eintritt ist frei. Um eine freiwillige Spende wird gebeten.

Dienstag 3.11.2020 um 18.30 Uhr
Ausstellungseröffnung in der Stadtbücherei durch den Schirmherrn Claudio Griese, Oberbürgermeister der Stadt Hameln.

Geschichten aus Hameln zur Zeit der Weimarer Republik
Dienstag 10.11.2020 um 17.00 Uhr

Ausstellungsführung in der Stadtbücherei

Dienstag 10.11.2020 um 18.30 Uhr
Thema: Hameln 1933 – Die entscheidenden Wochen vom 30. Januar bis zum 1. Mai.
In der Zeit in der es Hitler gelang, in Berlin in den Besitz der totalen Macht zu kommen. Wie aber verlief dieser Prozess in Hameln? Wie gelang es der Hamelner NSDAP, während Hitlers „Machtergreifung“ die zahlenmäßig starken Gegenkräfte auszuschalten und das zögernde Bürgertum zu gewinnen? Ein Vortrag von Bernhard Gelderblom mit zahlreichen Bildern.
Ort: Vortragsraum der Stadtbücherei Hameln, Zugang über den Nebeneingang

Dienstag 17.11.2020 um 17.00 Uhr
Ausstellungsführung in der Stadtbücherei

Dienstag 17.11.2020 um 18.30 Uhr
Thema: Die Niedersächsische Volksstimme und ihr Chefredakteur Arno Reichard.
Infos über Hamelns zweite Tageszeitung und das Schicksal eines fast vergessenen heimischen Kämpfers gegen den Nationalsozialismus. Nach Arno Reichard ist die Reichardstraße am Guten Ort benannt.
Ein Vortrag von Ralf Hermes.
Ort: Vortragsraum der Stadtbücherei Hameln, Zugang über den Nebeneingang

Dienstag 24.11.2020 um 17.00 Uhr
Ausstellungsführung in der Stadtbücherei

Dienstag 17.11.2020 um 18.30 Uhr
Thema: Die Polizei im Land Preußen – Freunde, Helfer, Straßenkämpfer.
Über den Aufbau und Niedergang einer republikanischen Polizei mit beispielhaften Schilderungen des Wirkens und der Schicksale
der ersten Polizeigewerkschafter.
Ein Vortrag von Ralf Hermes.
Ort: Vortragsraum der Stadtbücherei Hameln, Zugang über den Nebeneingang


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