Deutscher Gewerkschaftsbund

Stadtverband Hannover: REGION HANNOVER – WO SOLL ES HINGEHEN?

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REGION HANNOVER – WO SOLL ES HINGEHEN?

23.08.2021, 18:00 - 20:00 Uhr in der Rotation der ver.di-Höfe, Goseriede 10, 30159 Hannover

Gewerkschaftliche Diskussionsveranstaltung zur Regionspräsident*in-Wahl

mit den Kandidat*innen

- Christine Karasch (CDU)

- Steffen Krach (SPD)

- Frauke Patzke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Moderation:

Hendrik de Boer, Journalist (ver.di-Ortsverein Hannover)

LINK FÜR LIVESTREAM : https://youtu.be/tt8K_8kjdUM

Die rund 3.200 Angestellten und Beamt*innen der Regionsverwaltung blicken besonders gespannt auf die Kommunalwahl am 12. September 2021. Denn es sind die Bürger*innen, die in der Regions-präsident*in-Wahl entscheiden, wer in den nächsten fünf Jahren Chef*in der Verwaltung wird.

Die Wahl hat auch Auswirkungen auf rund 16.000 weitere Arbeitsplätze: Die Region Hannover ist Allein- oder Hauptgesellschafterin der Klinikum Region Hannover GmbH (ca. 8.000 Beschäftigte), der regiobus Hannover GmbH (ca. 750 Beschäftigte) und der Zoo Hannover gGmbH (ca. 250 Beschäftigte). Darüber hinaus ist die Region Hannover an etwa 20 weiteren Unternehmen beteiligt, die mit der Daseinsvorsorge und der Infrastruktur befasst sind.

Die Bandbreite reicht von der Abfallentsorgungsgesellschaft Region Hannover mbH (arh) über den Großraum-Verkehr Hannover GmbH (GVH) oder das kommunale Wohnungsunternehmen KSG Hannover GmbH bis zur Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls GmbH und der Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH.

Die oder der künftige Regionspräsident*in nimmt als Mitglied in den Gesellschafterversammlungen sowie Aufsichtsräten der Beteiligungsgesellschaften direkt Einfluss auf die Geschäfts- und Personalpolitik der Unternehmen.

Der DGB-Stadtverband und seine acht Mitgliedsgewerkschaften wollen von den Kandidat*innen wissen: Welche Konzepte gibt es zur Beschäftigtenentwicklung und zur Fachkräftesicherung? Wie sollen die Dienstleistungen und die Infrastruktur der Region weiterentwickelt werden? Wie und wann soll bezahlbarer Wohnraum für alle geschaffen werden? Soll unsere Region künftig lebenswert, solidarisch, sozial, ökologisch, kulturell und weltoffen ausgerichtet werden? Und: Wie können all die schönen Pläne umgesetzt werden angesichts einer Neuverschuldung von rund 100 Millionen Euro im aktuellen Haushalt der Region?

 

Hintergrund: In der Region Hannover leben mehr als 1,2 Millionen Menschen. Mit fast 2.300 Quadrat-Kilometern ist sie beinahe so groß wie das Saarland. In den 21 Städten und Gemeinden der Region Hannover gibt es laut Statistik fast 700.000 Arbeitsplätze. Rund 525.000 Menschen arbeiten hier sozialversicherungspflichtig in Vollzeit, darüber hinaus fast 105.000 als geringfügig Beschäftigte. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,6 Prozent, die Unterbeschäftigungsquote sogar 9,6 Prozent. Knapp 11.000 freie Arbeitsplätze sind derzeit bei der Arbeitsagentur gemeldet, aber rund 80.000 Bewohner*innen der Region suchen momentan nach einer bezahlten Beschäftigung. Darunter befinden sich etwa 49.000 Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen. Etwa 115.000 Menschen sind sogenannte Regelleistungsberechtigte, erhalten also finanzielle Unterstützung durch die Region.

Der aktuelle Haushalt der Region Hannover hat ein Volumen von rund 2,4 Milliarden Euro, die Neuverschuldung beträgt im Jahr 2021 rund 100 Millionen Euro. Mit 37 Prozent ist der Sozialbereich der größte Ausgabeposten, der kleinste mit 4 Prozent der Schulbereich.

Der DGB und seine acht Mitgliedsgewerkschaften vertreten die Interessen von über 100.000 Mitgliedern in der Region Hannover.


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