Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 29/2021 - 14.07.2021

Corona in Hildesheim – Tausende Minijobber arbeitslos DGB fordert Reform: „Die Krise ist ein Alarmsignal“

PRESSEMITTEILUNG

DGB-Kreisverband Hildesheim

Corona in Hildesheim – Tausende Minijobber arbeitslos

DGB fordert Reform: „Die Krise ist ein Alarmsignal“

Ende 2020 gab es im Landkreis Hildesheim 21.533 Minijobberinnen und Minijobber. Das sind fast 2000 weniger als im Jahr davor. Vor allem im Dienstleistungssektor, insbesondere  im Gastgewerbe (Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe) aber auch bei den Zustellern, war ein hoher Rückgang der Minijobs zu verzeichnen. Das bedeutet: Tausende Hildesheimerinnen und Hildesheimer haben in der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren und landeten zum Teil in Hartz IV. Der DGB fordert angesichts dieser Zahlen eine Minijob-Reform.

„Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal. Minijobberinnen und Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als die Restaurants, die Läden und die Schulen dicht machen mussten“, sagte Franziska Stange, DGB-Kreisvorsitzende Hildesheim.

Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind, erhalten sie weder Kurzarbeiter-, noch Arbeitslosengeld. Vielen bleiben nur die viel zu niedrigen Leistungen der Grundsicherung.

„Minijobberinnen und Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können. Minijobs lösen dieses Versprechen nicht ein“, ergänzt Frank Gerling, stellvertretender DGB-Kreisvorsitzender Hildesheim.

„Dem vermeintlichen Vorteil eines Brutto-für-Netto-Verdienstes stehen Niedriglöhne und Altersarmut gegenüber. Vor allem Frauen wird durch diese Fehlanreize die Möglichkeit einer eigenständigen Existenzsicherung verwehrt. Minijobs sind ein Relikt anderer Zeiten und müssen dringend reformiert werden“, forderte Franziska Stange, DGB-Kreisvorsitzende Hildesheim.

Der DGB kritisiert wegen seiner gravierenden Nachteile für Beschäftigte schon lange das „System Minijob“ und setzt sich für eine Umwandlung aller Minijobs in sozial abgesicherte Beschäftigung ein.

Wir bitten diese Pressemitteilung zu veröffentlichen. Für Rückfragen steht die DGB-Kreisvorsitzende Franziska Stange gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

 Mit freundlichen Grüßen

Franziska Stange

Kreisvorsitzende

DGB-Kreisverband Hildesheim

Frank Gerling

Stellv. Kreisvorsitzender

DGB-Kreisverband Hildesheim

 

 

 

 

 

 


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