Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28/2021 - 14.07.2021

Corona in Nienburg – Hunderte Minijobber arbeitslos DGB fordert Reform: „Die Krise ist ein Alarmsignal“

PRESSEMITTEILUNG

DGB-Kreisverband Nienburg

Corona in Nienburg – Hunderte Minijobber arbeitslos

DGB fordert Reform: „Die Krise ist ein Alarmsignal“

Ende 2020 gab es im Landkreis Nienburg 9.531 Minijobberinnen und Minijobber. Das sind fast 500 weniger als im Jahr davor. Vor allem im Gastgewerbe und bei sonstigen Dienstleistungen, wie im privaten Sektor, war ein hoher Rückgang der Minijobs zu verzeichnen. Das bedeutet: Hunderte Nienburgerinnen und Nienburger haben in der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren und landeten zum Teil in Hartz IV. Der DGB fordert angesichts dieser Zahlen eine Minijob-Reform.

„Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal. Minijobberinnen und Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als die Restaurants, die Läden und die Schulen dicht machen mussten“, sagte Werner Behrens, DGB-Kreisvorsitzender Nienburg. Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind, erhalten sie weder Kurzarbeiter-, noch Arbeitslosengeld. Vielen bleiben nur die viel zu niedrigen Leistungen der Grundsicherung.

„Minijobberinnen und Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, überhaupt ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können. Minijobs lösen dieses Versprechen nicht ein“, beklagte Behrens weiter. „Dem vermeintlichen Vorteil eines Brutto-für-Netto-Verdienstes stehen Niedriglöhne und Altersarmut gegenüber. Vor allem Frauen wird durch diese Fehlanreize die Möglichkeit einer eigenständigen Existenzsicherung verwehrt. Minijobs sind ein Relikt anderer Zeiten und müssen dringend reformiert werden“, forderte Anne Mieke Bremer, stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Nienburg.

Der DGB kritisiert wegen seiner gravierenden Nachteile für Beschäftigte schon lange das „System Minijob“ und setzt sich für eine Umwandlung aller Minijobs in sozial abgesicherte Beschäftigung ein.

Wir bitten diese Pressemitteilung zu veröffentlichen. Für Rückfragen steht der DGB-Kreisvorsitzende Werner Behrens gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Behrens

Kreisvorsitzender

DGB-Kreisverband Nienburg

Mail: We.Behrens@outlook.de

Mobil: 0152-03491496

 

Anne-Mieke Bremer

Stellv. Kreisvorsitzende

DGB-Kreisverband Nienburg

 

 

 

 

 

 

 

 


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