Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 30/2020 - 25.06.2020

DGB-Jugend begrüßt Ausweitung der Jugendnetzkarte für Auszubildende – und mahnt gleichzeitig eine landesweite Lösung an

Der Großraumverkehr Hannover kündigte in der vergangenen Woche seine Tarifanpassungen für das kommende Jahr an.

So wird ab dem 01. Januar die Jugendnetzkarte endlich auch für Auszubildende gelten und für monatlich 15€ zu erwerben sein.

Die DGB-Jugend Hannover begrüßt die Anpassung als einen wichtigen ersten Schritt. „Als Gewerkschaftsjugend setzen wir uns aktiv für eine attraktive Berufsausbildung und die Verbesserung der Ausbildungs- und Lebensbedingungen von jungen Menschen ein.

Das Thema Mobilität spielt dabei eine wesentliche Rolle“, so DGB-Jugendbildungsreferent Volkmar Wolf. „Gerade in der dualen Ausbildung sind junge Menschen darauf angewiesen, die Lernorte Berufsschule und Betrieb gut und kostengünstig erreichen zu können.“

Doch diese regionale Karte kann nur ein erster Schritt sein, denn über 53 Prozent der Auszubildenden in Niedersachsen müssen mindestens 20 Kilometer zur Berufsschule zurücklegen.

„Auszubildende suchen sich einen Betrieb aus, bei dem sie ihre Ausbildung machen wollen. Beim Lernort Berufsschule haben sie dann keine Wahl mehr, da diese zugewiesen wird“, so Wolf weiter. Dies führe bei vielen dazu, dass sie nicht innerhalb der Region blieben, sondern teilweise quer durch das halbe Bundesland unterwegs seien.

Dies zeigen auch die Beispiele von zwei Auszubildenden. Laura, die ihre Ausbildung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Stöcken macht und in Hannover wohnt, pendelt zur Berufsbildenden Schule nach Hildesheim. Monatlich gibt sie derzeit für ihr Ausbildungsticket 101,50€  aus. Noah, der in Gifhorn lebt, macht seine Ausbildung im Daimler Logistik Center in Hannover und  besucht eine Berufsbildende Schule in Hannover.Die Monatskarte Ausbildung für 6 Zonen kostet ihn 143,00€. In beiden Fällen würde die Jugendnetzkarte nicht allein greifen und sie müssten weiterhin draufzahlen.

Die DGB-Jugend fordert deshalb eine landesweite Lösung und mahnt die Region Hannover, sich ebenfalls für ein landesweites Azubi-Ticket einzusetzen.

Hintergrundinformationen: Um einen genaueren Einblick in die zeitliche und finanzielle Belastung der Auszubildenden zu bekommen, hat die DGB-Jugend Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt eine Umfrage in Niedersachsen und Bremen zu den Ausbildungswegen und Wegekosten von Anfang Februar bis Ende Juni 2019 durchgeführt. Ergebnisse und weitere Informationen zu „Azubi-Ticket –Jetzt!“ unter https://nbs-jugend.dgb.de/ausbildung/azubi-ticket-jetzt

Rückfragen: Volkmar Wolf, Jugendbildungsreferent

Tel.: 0511-16387-28 | Mobil: 01511-25 22 374

Mail: volkmar.wolf@dgb.de

Web: www.niedersachsen-mitte.dgb.de


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