Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 27/2022 - 29.08.2022

DGB-KV Hildesheim: Aufruf Antikriegstag Hildesheim

PRESSEMITTEILUNG

DGB-Kreisverband Hildesheim
 
 
Aufruf Antikriegstag Hildesheim
 
29.08.2022

Am 1. September, dem Jahrestag des Angriffs der Wehrmacht auf Polen, findet alljährlich der Antikriegstag statt. Auch in Hildesheim wollen wir gemeinsam mit der Martin Luther Kirchengemeinde ein Zeichen für Frieden und Abrüstung setzen. Daher findet um 16 Uhr eine kurze Kundgebung vor der Martin-Luther-Kirche in der Nordstadt statt. Anschließend werden traditionell Rosen auf dem Nordstadtfriedhof niedergelegt.

Jeder Krieg ist ein Angriff auf die Menschheit und die Menschlichkeit. Aus dieser Überzeugung unterstützen wir die Friedensbewegung mit unserer gewerkschaftlichen Kraft. Am 24. Februar 2022 griff die russische Armee die Ukraine an. Seitdem gibt es in Europa wieder einen Krieg! Es zeigt sich, dass die Gefahr einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Staaten auch im 21. Jahrhundert nicht gebannt ist und im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und anderswo wüten weiterhin, teilweise seit Jahrzehnten, Kriege und Bürgerkriege. Tod, Zerstörung und Flucht – so lautet ihre fürchterliche Bilanz. Die Waffen müssen endlich schweigen – überall auf der Welt!

Wir stellen uns damit auch gegen den Rüstungswettlauf, der aufgrund des Ukraine-Kriegs begonnen hat. Die Festlegung der Bundesregierung, den deutschen Rüstungshaushalt dauerhaft auf das Zwei-Prozent-Ziel der NATO oder darüber hinaus aufzustocken, lehnen wir auch deshalb entschieden ab. Die Bundesregierung fordern wir zudem auf, ihren im Koalitionsvertrag formulierten Anspruch einer wertebasierten deutschen Außenpolitik konsequent umzusetzen. Wir sprechen uns zudem für eine kooperativ ausgerichtete Sicherheitspolitik aus, die weit über militärische Friedenssicherung hinausgeht. Auch der nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung muss ein breites Sicherheitsverständnis zugrunde liegen, das zentrale Aspekte, wie die Bewältigung der Folgen des Klimawandels, die Bekämpfung von Pandemien, die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung und den Aufbau widerstandsfähiger internationaler Liefer- und Wertschöpfungsketten, um-fasst. In den ganzen Kriegswirren ist es uns zudem wichtig, am Ziel eines atomwaffenfreien Deutschlands festzuhalten. Wir fordern die Bundesregierung auf, an dem im Koalitionsvertrag formulierten Ziel eines atom-waffenfreien Deutschlands festzuhalten, aus der nuklearen Teilhabe auszusteigen und die Lagerung von Atomwaffen in unserem Land zu beenden. Das bedeutet für uns auch, dass Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten muss.

 


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