Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 16/2021 - 01.06.2021

DGB Diepholz fordert ein zeitgemäßes KiTa-Gesetz

PRESSEMITTEILUNG
DGB-Kreisverband Diepholz

01.06.2021

Nach fast drei Jahrzehnten wurde vom Kultusministerium ein neues KiTa-Gesetz vorgelegt, das die Gewerkschaften, aber auch Träger der Kitas und die Verbände von Erzieher*innen und Eltern enttäuscht. Der DGB Kreisverband machte die Novellierung des KiTa-Gesetz auf seiner letzten Sitzung zum Hauptthema. „Wenn keine Qualitätsverbesserungen mit dem KiTa-Gesetz verbunden sind, dann kann damit auch nicht dem Fachkräftemangel begegnet werden“, so der DGB-Kreisvorsitzende Matthias Müller.

Volker Selent, ver.di, hielt einen Gastbeitrag in der DGB-Sitzung und zeigte die vielen Schwachstellen im Gesetz auf. Das aktuelle KiTa-Gesetz genügt an vielen Stellen nicht mehr den gewachsenen Aufgaben der Erzieher*innen, der quantitativ stark gestiegenen Nachfrage nach guter frühkindlicher Bildung und den vielfältigen Ansprüchen und Bedarfen der Kinder. Es liegt auf der Hand, dass die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen für die Erzieher*innen verbessert werden müssen, um den gewachsenen Aufgaben und der stark nach gestiegenen Nachfrage nach guter frühkindlicher Bildung zu begegnen.

Die Einführung der 3. Kraft in Krippengruppen wurde 2014 beschlossen und sollte ab dem Kita-Jahr 2020/21 verbindlich gelten. Das Kultusministerium hat diese Einführung mit Ver-weis auf den bestehenden Fachkräftemangel nun aber um fünf Jahre verschoben. „Es kann nicht sein, dass zukünftige Generationen abermals unter gravierende Fehler der Politik zu leiden haben“, so Müller. „Der Anstieg von Kindern, die nach dem KiTa-Gesetz betreut werden müssen, steigt seit Jahren kontinuierlich. Auch weil junge Eltern ihren Anspruch auf berufliche Verwirklichung durchsetzen und berechtigterweise darauf bestehen. Aus Sicht des DGB wurde viel zu spät eine bessere Vergütung der Erzieher*innen angegangen sowie in deren Ausbildung investiert. Die Arbeitnehmer*innen von Morgen haben Anspruch auf gute Bildung und die fängt bereits im Kindergarten an“, macht der Kreisvorsitzende Müller deutlich.

Der DGB-Kreisverband Diepholz wird das Thema KiTa-Gesetz weiter verfolgen. Denn es gilt die Stimmen der Elternvertreter*innen für eine gute Beteiligung zu bündeln, um sich für bessere Bedingungen im KiTa-Bereich einsetzen zu können. Eine Möglichkeit wäre ein Kreis-KiTa-Elternrat im Landkreis Diepholz.

Für Rückfragen steht der DGB Kreisvorsitzende Matthias Müller zur Verfügung:
Mobil: 0151 64000370, matthias.mueller.ba@t-online.de


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