Deutscher Gewerkschaftsbund

23.01.2015
Dokumentarfilm von Mo Asmung

Die Arier

29.01.2015, 18.30 Uhr, Universität Hildesheim, AUDIMAX, Marienburger Platz 22

Deutschlandweit marschieren Menschen, um gegen vermeintliche Überfremdung zu demonstrieren, PEGIDA, HoGeSa und Co. haben jedoch klar demokratiefeindliche und menschenverachtende Tendenzen und auch Verbindungen zu rechtspopulistischen und rechtsextremen Gruppierungen.

Auch in Hildesheim wollen demnächst rechte Kräfte demonstrieren.

Aber ebenso lang, wie es solche Märsche gibt, formiert sich auch ziviler Widerstand vor Ort. Anwohner_innen, Vereine und Verbände, Vertreter_innen aus der lokalen Politik und Demokrat_innen aus allen Bereichen der Gesellschaft zeigen mit vielfältigen Aktionen, dass es für diskriminierende, abwertende und antidemokratische Einstellungen keine Mehrheiten gibt.

Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt diese Zivilcourage und hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und dem DGB-Kreisverband Hildesheim die Regisseurin Mo Asumang eingeladen, ihren neuen Film "Die Arier" in Hildesheim vorzustellen.

Schon in ihrem Regiedebüt "Roots Germania" hatte die Afrodeutsche mutig rechte Vorurteile und rassistische Argumentationen entlarvt. In ihrem aktuellen Streifen hinterfragt Mo Asumang die Ursprünge und Hintergründe des Arierbegriffs. Mit der Kamera geht sie dahin, wo sich eine Afrodeutsche sonst vielleicht besser nicht hintrauen sollte - sie besucht religiöse Fanatiker_innen, selbst ernannte Ariergruppen und sogar den Ku-Klux-Klan. Was passiert, wenn das "Opfer" den "Tätern" ungemütliche Fragen stellt, ist unterhaltsam, schonungslos dokumentierend und oft erschreckend authentisch.

Wir laden alle Interessierten zu der Filmvorführung und dem anschließenden Gespräch ein. Mo Asumang wird mit uns über ihren Film, über Zivilcourage und über Rassismus diskutieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Veranstaltenden werden ihnen den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder sie während der Veranstaltung von dieser ausschließen.


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