Deutscher Gewerkschaftsbund

14.07.2017
Vorreiterrolle der Holzmindener Gewerkschaften

20 Jahre DGB-Servicebüro Holzminden

„Von wegen Rückzug aus der Fläche, gemeinsam sind wir stark…“ sagten sich vor gut 20 Jahren einige Gewerkschafter in Holzminden und Umgebung, als es hieß, dass einige Gewerkschaften aus innerorganisatorischen und Finanzgründen standortgefährdende Diskussionen führten Sie taten sich zusammen und gründeten zusammen das erste DGB-Servicebüro bundesweit. Viel Überzeugungsarbeit war zu leisten, mussten doch die oberen Gremien von der Idee eines gemeinsamen Büros überzeugt werden. Doch dann war der Knoten durchschlagen und das Servicebüro konnte an den Start gehen.

Schon bald folgten weitere Kreise dem Holzmindener Beispiel. Solidarität ist alles und so leisten die nunmehr acht Gewerkschaften ihren Beitrag dazu, dass es unter dem gemeinsamen Dach des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB eine Anlaufstelle für die Mitglieder und deren Anliegen gibt. Gut so, denn Anliegen gibt es viele.

Im Rahmen einer Feierstunde wurde dieses Jubiläum begangen. Walter Weike vom DGB Kreisverband Holzminden begrüßte die zahlreichen Gratulanten, Kommunalpolitiker der diversen Parteien, der Sozialverbände SoVD und AWO sowie die Hausnachbarn und das ehrenamtliche Mitarbeiterteam vom DGB Kreisverband Holzminden.

Mit dabei war Hartmut Tölle, Vorsitzender des DGB Bezirks Niedersachsen-Bremen Sachsen-Anhalt, der in seiner Ansprache die Richtigkeit der damaligen Entscheidung für ein gemeinsames Servicebüro aller Gewerkschaften bestätigte. Die Einrichtung von Servicebüros habe sich bewährt, den Holzmindener Kollegen gebühre Dank für ihre damalige Hartnäckigkeit, so Tölle weiter. Er berichtete dann über die Arbeit der Landesorganisation. Die derzeit größte Herausforderung sei aber der Kampf für eine gerechte Rente und die Verhinderung der Altersarmut breiter Bevölkerungskreise. Dies soll auch das zentrale Thema bei der anstehenden Podiumsdiskussion im Altendorfer Hof sein, zu der der DGB alle Bundestagskandidaten eingeladen hat. Hierzu haben auch die Sozialverbände SoVD und AWO ihre Unterstützung zugesagt.

Von Anfang an dabei ist Birgit Schulze, die das Büro seitdem leitet. Sie blickt auf viele Jahre voller Bewegung zurück. „Die Arbeitswelt hat sich in dieser Zeit sehr verändert, das merken wir auch hier in Holzminden“, weiß Birgit Schulze zu berichten. Eine große Herausforderung waren die Fusionen der Gewerkschaften, so wie bei der Gründung von Ver.di, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, bei der fünf Einzelgewerkschaften zusammenfanden, um weiterhin schlagkräftig zu bleiben.

So laufen viele Fäden bei Birgit Schulze zusammen, die den Service für die Mitglieder und deren Anliegen koordiniert und ebenso für das Miteinander dieser acht Gewerkschaften da ist. Koordiniert wird hier auch das Zusammenspiel von Hauptamt und dem ehrenamtlichen Engagement. Denn ohne die vielen Ehrenamtlichen geht es nicht. Was wäre da die jährliche Maikundgebung ohne die vielen helfenden Hände der Ehrenamtlichen?

Vor einiger Zeit hat der DGB neue Räume bezogen. Die neue Adresse ist die Wilhelm-Raabe-Straße 35 in Holzminden. „Statt Nummer 3 sind wir jetzt in der Nummer 35 – ebenfalls in der Wilhelm-Raabe-Straße, nur am anderen Ende, das kann man sich leicht merken“ sagt Walter Weike, Stellvertretender Vorsitzender des DGB-Kreises Holzminden.

Das DGB-Servicebüro in Holzminden, Wilhelm-Raabe-Str. 35, ist geöffnet von Dienstag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 12.00 Uhr, donnerstags zusätzlich von 14.00 bis 17.00 Uhr, telefonisch erreichbar ist das Servicebüro unter der Nummer 05531/4452.

Gewerkschafter und Verbündete feiern 20 Jahre Servicebüro

von links: Bernd Marks (NGG), SoVD-Vorsitzender Detlef Schomburg, ver.di-OV-Vorsitzender Jürgen Hesse, AWO-KV-Vorsitzender Ulrich Kriegel, Hermann Schieker (SoVD.Kreisverband), Reiner Triller (GEW), Hartmut Tölle (DGB), Walter Weike, vorn: Birgit Schulze DGB-KV Holzminden


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