Deutscher Gewerkschaftsbund

Zukunft heißt erinnern

Digitaler Stadtrundgang zur Geschichte Hannovers 1933-45

Seit dem 15.12. ist der digitale Stadtrundgang http://netzwerk-erinnerungundzukunft.de/ online. Eine interaktive Karte der Innenstadt Hannovers führt zu 30 Orten, die exemplarisch für Verfolgung und Widerstand stehen: Zerstörten Gebäuden der jüdischen Gemeinde, Stolpersteinen vor den letzten frei gewählten Wohnungen von rassisch oder politisch Verfolgten, ehemaligen Gefängnissen, dem 1933 im Handstreich gestürmten Gewerkschaftshaus und mehr. 

 

Dabei werden auch weniger bekannte Aspekte angesprochen, z.B. die Mittäterschaft der Stadtverwaltung und der Finanzbehörden bei Vertreibung und finanzieller Ausplünderung der jüdischen Einwohnerschaft.

Das netzbasierte Portal ist auf Smartphones und Tablets abgestimmt. Der Einstieg oder eine bestimmte Abfolge der Orte sind nicht vorgegeben. Bewusst wurde die Form einer Internetseite statt einer App gewählt, um Unabhängigkeit von Google Play & Co zu wahren. Dieser Stadtrundgang bietet besonders Jugendgruppen und Schulklassen die Möglichkeit, selbstständig Spuren der jüngeren Geschichte in ihrem lokalen Umfeld zu entdecken. Adressaten sind aber auch Erwachsene – darunter nicht zuletzt in- und ausländische Besucher der Landeshauptstadt, denen nun ein alternatives Angebot zu den herkömmlichen touristischen Rundgängen zur Verfügung steht. Dazu ist eine englische Version geplant. 

 

Die Internetseite http://zukunft-heisst-erinnern.de stellt ein offenes Arbeitsprojekt dar. Auf der gegebenen technischen Basis sollen weitere Stadtteile Hannovers sowie Städte und Gemeinden der Region Hannover aufgenommen werden. Angesprochen sind besonders ehrenamtlich Engagierte aus der gesamten Region, um die Ergebnisse ihrer Lokalforschung zur NS-Zeit darzustellen. Im Idealfall ergibt sich aus der Summe der lokalen Beiträge eine umfassende regionale Topographie der Verfolgung und des Widerstands. Dabei wird eine enge Verbindung sowohl zur Gedenkstätte Ahlem als der zentralen Gedenkstätte der Region Hannover, als auch zur Städtischen Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover gesucht. Der besondere und kollaborative Charakter des Projekts vernetzt also zivilgesellschaftliche Akteure untereinander und mit Gebietskörperschaften der Region Hannover. Längerfristig ist auch eine Zusammenstellung von ergänzenden Materialien sowie Arbeitsblättern etwa in Form einer Loseblattsammlung für den Gebrauch an Schulen geplant.

 

Der DGB Region Niedersachsen-Mitte ist Förderer des digitalen Stadtrundgangs.


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Zu­kunft heißt er­in­nern
Tom Seibert/Netzwerk Erinnerung
Seit dem 15.12.2015 ist der digitale Stadtrundgang online. Eine interaktive Karte der Innenstadt Hannovers führt zu 30 Orten, die exemplarisch für Verfolgung und Widerstand stehen: Zerstörten Gebäuden der jüdischen Gemeinde, Stolpersteinen vor den letzten frei gewählten Wohnungen von rassisch oder politisch Verfolgten, ehemaligen Gefängnissen, dem 1933 im Handstreich gestürmten Gewerkschaftshaus und mehr.
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Un­ser Er­fol­g: Ein Jahr ge­setz­li­cher Min­dest­lohn
Foto: Colourbox.de; Logo: DGB
Am 1. Januar 2016 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland genau seit einem Jahr – ein Meilenstein, für den die Gewerkschaften lange gekämpft haben. Und allen Unkenrufen der Arbeitgeber zum Trotz: Der Mindestlohn ist ein Erfolg. Die Beschäftigtenzahlen steigen, Millionen Menschen haben mehr Lohn und auch der Wirtschaft nutzt der Mindestlohn.
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