Deutscher Gewerkschaftsbund

Berufsverbote-Ausstellung in Hildesheim

Die vergessenen Justizopfer des kalten Krieges

Kommunistenverfolgung in der frühen Bundesrepublik

iCal Download
Größere Karte anzeigen © OpenStreetMap-Mitwirkende

Die vergessenen Justizopfer des Kalten Krieges.

Kommunistenverfolgung in der frühen Bundesrepublik

Vortrag von Dr. Rolf Gössner (Bremen)

Ein weitgehend verdrängtes Kapitel bundesdeutscher Geschichte harrt noch immer seiner offiziellen Aufarbeitung: die exzessive politische Verfolgung von KommunistInnen in der frühen Bundesrepublik. Dabei spielte das KPD-Verbot eine zentrale Rolle. Das Verbotsurteil von 1956 hatte verhängnisvolle Auswirkungen auf die Entwicklung der Bundesrepublik und zeitigte Fernwirkungen bis in unsere Tage. Rolf Gössner berichtet über das Ausmaß dieser Verfolgungsgeschichte und über die dramatischen Folgen für die Betroffenen, die Gesellschaft und die Entwicklung eines demokratischen Rechtsstaats. Tausende von Menschen wurden nur wegen ihrer (gewaltfreien) linksoppositionellen Betätigung zu Gefängnisstrafen verurteilt, mit Berufsverboten belegt, unter Polizeiaufsicht gestellt und ihrer staatsbürgerlichen Rechte beraubt. Der Referent begründet, weshalb das KPD-Urteil aufgehoben und die Justizopfer des Kalten Kriegs rehabilitiert und entschädigt werden müssen.

Der Referent ist Rechtsanwalt und Publizist, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; Mitherausgeber des "Grundrechte-Report. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland".


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis