Deutscher Gewerkschaftsbund

11.08.2017
Ausstellung vom 23.08. bis 13.09.2017 im Rathaus Hildesheim

"Vergessen" Geschichte - Berufsverbote

Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland

Die Ausstellung wird am 23. August 2017 um 16:30 Uhr eröffnet. Neben Dr. Ingo Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim, wirken an der Eröffnung Jutta Rübke, Niedersächsische Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der Schicksale im Zusammenhang mit dem sog. Radikalenerlass (LfR), Rolf Günther, Mitinitiator der Ausstellung sowie die GEW-Musik-Gruppe  mit.

Konzept, Recherche und Texte der Ausstellung wurden erarbeitet von: Cornelia Booß-Ziegling (Hannover), Hubert Brieden (Neustadt), Rolf Günther (Hannover), Bernd Lowin (Dransfeld), Joachim Sohns (Oldenburg), Matthias Wietzer (Hannover). Die erstmals im Februar 2017 im Stuttgarter Gewerkschaftshaus gezeigten baden-württembergischen Zusatztafeln sind das Werk der dortigen Initiative.

Die Ausstellung ist sehr gut auch für Schüler*innen und Studierende geeignet.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung kommt Dr. Rolf Gössner am 30. August 2017 um 19:00 Uhr zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ins Gewerkschaftszentrum Hildesheim.

Die vergessenen Justizopfer des Kalten Krieges.

Kommunistenverfolgung in der frühen Bundesrepublik

Vortrag von Dr. Rolf Gössner (Bremen)

Ein weitgehend verdrängtes Kapitel bundesdeutscher Geschichte harrt noch immer seiner offiziellen Aufarbeitung: die exzessive politische Verfolgung von KommunistInnen in der frühen Bundesrepublik. Dabei spielte das KPD-Verbot eine zentrale Rolle. Das Verbotsurteil von 1956 hatte verhängnisvolle Auswirkungen auf die Entwicklung der Bundesrepublik und zeitigte Fernwirkungen bis in unsere Tage. Rolf Gössner berichtet über das Ausmaß dieser Verfolgungsgeschichte und über die dramatischen Folgen für die Betroffenen, die Gesellschaft und die Entwicklung eines demokratischen Rechtsstaats. Tausende von Menschen wurden nur wegen ihrer (gewaltfreien) linksoppositionellen Betätigung zu Gefängnisstrafen verurteilt, mit Berufsverboten belegt, unter Polizeiaufsicht gestellt und ihrer staatsbürgerlichen Rechte beraubt. Der Referent begründet, weshalb das KPD-Urteil aufgehoben und die Justizopfer des Kalten Kriegs rehabilitiert und entschädigt werden müssen.

Der Referent ist Rechtsanwalt und Publizist, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte; Mitherausgeber des "Grundrechte-Report. Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland".

 


Nach oben

DGB-Steuerrechner

#PendleraktionRente

Jetzt unterschreiben!

Unterschriftenaktion

DGB-Rentenkampagne

DGB-Infoservice einblick

Zu­kunft heißt er­in­nern
Tom Seibert/Netzwerk Erinnerung
Seit dem 15.12.2015 ist der digitale Stadtrundgang online. Eine interaktive Karte der Innenstadt Hannovers führt zu 30 Orten, die exemplarisch für Verfolgung und Widerstand stehen: Zerstörten Gebäuden der jüdischen Gemeinde, Stolpersteinen vor den letzten frei gewählten Wohnungen von rassisch oder politisch Verfolgten, ehemaligen Gefängnissen, dem 1933 im Handstreich gestürmten Gewerkschaftshaus und mehr.
weiterlesen …

Un­ser Er­fol­g: Ein Jahr ge­setz­li­cher Min­dest­lohn
Foto: Colourbox.de; Logo: DGB
Am 1. Januar 2016 gibt es den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland genau seit einem Jahr – ein Meilenstein, für den die Gewerkschaften lange gekämpft haben. Und allen Unkenrufen der Arbeitgeber zum Trotz: Der Mindestlohn ist ein Erfolg. Die Beschäftigtenzahlen steigen, Millionen Menschen haben mehr Lohn und auch der Wirtschaft nutzt der Mindestlohn.
zur Webseite …

DIREKT ZU IHRER GEWERKSCHAFT